Alpakas

Alpakas sind ruhige Beobachter:innen.
Feinfühlig, aufmerksam und sehr sensibel in ihrer Wahrnehmung.

Sie kommunizieren leise, reagieren stark auf Stimmung, Körpersprache und Energie – und ziehen sich zurück, wenn ihnen etwas zu viel wird. Alpakas sind extrem sozial aber dennoch “Distanztiere”. Nähe ist für Alpakas kein Selbstzweck, sondern eine Frage von Vertrauen.

Leben in der Herde

Unsere Alpakas leben in einer stabilen sozialen Gruppe mit ausreichend Platz, klaren Strukturen und Rückzugsmöglichkeiten.
Sie entscheiden selbst, wo sie sich aufhalten, mit wem sie Nähe zulassen und wann Distanz wichtig ist.

Ein ruhiger Alltag, feste Routinen und respektvolle Begleitung sind für ihr Wohlbefinden essenziell.

Begegnung mit Alpakas

Begegnungen mit unseren Alpakas finden nicht durch Anfassen, sondern durch gemeinsames Unterwegssein, Beobachten und Achtsamkeit statt.

Bei Wanderungen oder begleiteten Angeboten erklären wir:

  • wie Alpakas kommunizieren,
  • warum sie keinen Körperkontakt brauchen,
  • und wie Menschen lernen können, ihre Signale zu lesen.

Alpakas schenken keine Nähe auf Kommando.
Und genau darin liegt ihre besondere Kraft.

Persönlichkeiten

Jedes Alpaka auf Hof Birkenkamp trägt einen Namen und eine eigene Geschichte.
Manche sind neugierig, andere vorsichtig. Manche laufen gern vorne, andere bleiben lieber im Hintergrund.

Wir stellen unsere Alpakas nicht als Gruppe vor – sondern als Individuen.

Verbunden bleiben

Wer sich einem unserer Alpakas besonders verbunden fühlt, kann diese Beziehung über eine Patenschaft vertiefen.
Patenschaften bedeuten Unterstützung, nicht Besitz – und helfen uns, den Lebenshof langfristig unabhängig und tiergerecht zu gestalten.


Unsere Alpakas – tierische Persönlichkeiten

Mit Namen, Charakter und eigener Geschichte

Addison

Addison ist 2016 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof.
Er gehört zu den stilleren Persönlichkeiten – aufmerksam, freundlich und mit einem feinen Gespür für sein Gegenüber.

Addison mag keine Eile. Er beobachtet lieber erst und entscheidet selbst, wann Nähe für ihn stimmig ist. Ruhige Menschen fühlen sich für ihn sicher an, laute oder aufdringliche Situationen meidet er eher. Wer ihm diesen Raum lässt, wird mit etwas ganz Besonderem belohnt: Wenn Addison Vertrauen fasst, bleibt es. Er schließt Menschen fest ins Herz – und vergisst sie nicht.

Begegnungen mit Addison sind leise. Und genau darin liegt ihre Tiefe.


Alois

Alois ist 2012 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof. Er ist groß, kräftig und aufmerksam – eine Erscheinung, die man nicht übersieht. Seine warmen braunen Augen erzählen dabei oft mehr, als Worte es könnten.

Alois ist derjenige, der den Überblick behält. Er passt auf, beobachtet genau und nimmt seine Rolle in der Herde sehr ernst. Als Boss ist er klar, verlässlich und konsequent – hart, aber gerecht. Wenn Alois „im Dienst“ ist, wirkt er manchmal unnahbar. Das ist kein Desinteresse, sondern Verantwortung.

Wer ihm Zeit lässt und nichts von ihm erwartet, erlebt einen besonderen Moment: Alois kommt dann von sich aus näher. Dieses selbst gewählte Zugehen ist ein stiller, sehr ehrlicher Vertrauensbeweis – und etwas, das man nicht vergisst.


Anakin

Anakin ist 2018 bei uns auf dem Hof geboren und der Sohn unserer Cassandra. Von Anfang an ist er neugierig, offen und voller Entdeckergeist – einer, der mutig durchs Leben geht und Neues willkommen heißt.

Er mag Menschen sehr und ist fast immer vorne mit dabei, wenn Besuch kommt. Anakin möchte sehen, riechen, verstehen, was passiert. Seine Neugier ist ehrlich und freundlich, nie aufdringlich.

Besonders schön: Wenn Menschen ihm mit Ruhe, Achtsamkeit und Sanftheit begegnen, genießt Anakin Nähe. Auch unsere Katzen haben es ihm angetan – sie beobachtet er mit großem Interesse, als wären sie ein kleines Rätsel, das es zu verstehen gilt.


Baxter

Baxter ist 2016 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof. Wie sein bester Freund Addison gehört er zu den eher zurückhaltenden Alpakas – mit einem kleinen Extra an Neugier.

Baxter liebt es, Situationen erst einmal zu kommentieren. Wenn man sich ihm annähert, kann er zunächst unnahbar wirken, als müsse er kurz protestieren. Meist stellt sich dann jedoch heraus: Eigentlich findet er die Nähe ganz gut.

Er mag Menschen, die klar sind und wissen, was sie wollen – ohne Druck, aber mit Präsenz. In solchen Momenten zeigt Baxter eine sehr weiche Seite und kann erstaunlich anschmiegsam sein. Seine Art ist charmant, ein bisschen widersprüchlich und genau deshalb so liebenswert.


Burni

Burni ist 2015 geboren und lebt seit 2019 bei uns auf dem Hof. Eigentlich trägt er den Namen Burning Heart – ein Name, der auf den ersten Blick so gar nicht zu seiner gemütlichen Art passen will.

Burni liebt gutes Essen. Sehr sogar. Seine stattliche Erscheinung lässt daran keinen Zweifel. Nähe sucht er eher selten, dafür ist er ausgesprochen unkompliziert, freundlich und angenehm gelassen im Umgang. Neuem begegnet er mit vorsichtiger Zurückhaltung und beobachtet lieber erst einmal aus der Distanz.

Meist wirkt Burni ruhig und ein wenig träge – es sei denn, Futter ist in der Nähe. Dann zeigt er erstaunlich schnell, wie viel Energie doch in ihm steckt. Als großes Suri-Alpaka mit seinem besonderen, seidigen Fell ist Burni eine ganz eigene Erscheinung und ein fester, ruhender Pol in der Herde.


Elvis

Elvis ist 2016 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof. Er ist eher klein, freundlich und zurückhaltend – ein Alpaka mit einer besonders sanften Ausstrahlung.

Elvis liebt Kinder. In ihrer Nähe zeigt er eine große Ruhe und Zugewandtheit und wird zu einer echten Seele von Alpaka. Sein feines Einfühlungsvermögen ist außergewöhnlich: Schüchterne oder ängstliche Menschen, ebenso Menschen mit Einschränkungen, begegnet er offen und vorsichtig. Das Vertrauen, das Elvis schenkt, ist leise, ehrlich und verlässlich.

Im Umgang ist er aufmerksam und umsichtig. Auch bei Rollstühlen oder Kinderwägen bleibt Elvis ruhig und bedacht. Selbst sehr junge Kinder können ihn problemlos führen – getragen von seiner Sanftheit und seinem sicheren Gespür für sein Gegenüber.


Ernst

Ernst ist 2016 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof. Er ist der Halbbruder von Elvis – und könnte charakterlich kaum unterschiedlicher sein.

Ernst ist neugierig, wach und ein echtes Original. Wenn ihm etwas zu viel wird oder ihn nervt, zeigt er das deutlich – auch mal mit einem gezielten Spuckmoment. Jack weiß das leider nur zu gut und nutzt Ernsts kurze Zündschnur gern, um ihn ein wenig zu ärgern.

Doch Ernst hat auch eine ganz andere Seite. Menschen, die er mag und denen er vertraut, begegnet er herzlich und überraschend zärtlich. Dann verteilt er auch gern einmal kleine „Küsschen“ – leise, ehrlich und sehr typisch Ernst.

Ein Alpaka mit Ecken, Kanten und viel Persönlichkeit.


Jack

Jack ist 2017 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof. Er ist klein, sportlich und voller Energie – mutig, frech und immer bereit, vorne mitzumischen.

Jack mag Menschen, die selbstbewusst und offen durchs Leben gehen. Besonders Kinder mit einer mutigen, extrovertierten Art findet er spannend. Dabei ist ihm eines wichtig: Er behält gern selbst die Führung. Jack entscheidet, wohin es geht – und meist geht er ziemlich weit vorne.

Bei Wanderungen ist er oft an der Spitze der Gruppe und kommt neugierig auf Besucher:innen zu. Nähe sucht er eher selten. Wenn er sich jedoch einen Menschen ausgesucht hat, der genau zu ihm passt, lässt er überraschend viel Nähe zu – ganz nach seinen eigenen Regeln.


Jedi

Jedi ist 2016 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof. Er ist freundlich und sanft, dabei eher zurückhaltend und ein wenig schüchtern.

Mit seinem vielen Flausch, den großen Puschelohren und seinem ruhigen Blick erinnert Jedi ein bisschen an einen Teddybären. Trotz seines plüschigen Äußeren drängt er sich nie in den Vordergrund. Er beobachtet lieber aus der zweiten Reihe und nähert sich nur dann, wenn er sich wirklich sicher fühlt.

Hat Jedi einmal Vertrauen gefasst, wird er sehr vorsichtig und zärtlich. Dann schenkt er samtig-weiche Alpaka-Küsschen – leise, behutsam und voller Vertrauen.


Magic

Magic ist 2016 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof. Er ist klein, neugierig, frech und mutig – mit einer guten Portion Selbstbewusstsein und einer Figur, die man durchaus als gemütlich bezeichnen darf.

Magic ist eine kleine Diva. Entweder liebt er sein Gegenüber von Herzen und genießt Nähe sehr – oder er zeigt sehr deutlich, dass ihm etwas gerade nicht passt. Dann kann es auch schon mal passieren, dass er blitzschnell reagiert und sich über die überraschte Reaktion seines Gegenübers köstlich amüsiert.

Bei Besuch ist Magic fast immer der Erste, der zur Stelle ist. Wenn Menschen ihm das Gefühl geben, wirklich wahrgenommen zu werden und ihm ihre volle Aufmerksamkeit schenken, zeigt er eine andere Seite: vertrauensvoll, anhänglich und erstaunlich verschmust. Nähe ist für Magic eine Frage der Wertschätzung – und der richtigen Bühne.


Mario

Mario ist 2016 geboren und lebt seit 2019 bei uns auf dem Hof. Er ist neugierig, freundlich und eher zurückhaltend – zumindest auf den ersten Blick.

Tatsächlich ist Mario unser ganz eigenes „Panzerknacker-Alpaka“. Kaum ein Zaun ist vor ihm sicher. Mit erstaunlicher Kreativität findet er immer wieder Wege nach draußen. Die anderen versuchen oft, es ihm nachzumachen – meist ohne Erfolg. Dann steht Mario zufrieden vor dem Zaun und scheint den Rest der Herde mit einem schelmischen Blick ein wenig aufzuziehen.

Trotz seiner Ausbruchstalente ist Mario kontaktfreudig und nett im Umgang. Als Suri-Alpaka mit seinem besonders auffälligen, seidigen Fell und der wohl besten Frisur des Hofes ist er eine unverwechselbare Erscheinung – klug, eigenwillig und voller Charme.


Socke

Socke ist 2014 geboren und lebt seit 2019 bei uns auf dem Hof. Er ist sehr aufgeschlossen und fast immer gut gelaunt – vorausgesetzt, er steht im Mittelpunkt. Menschen zu begrüßen ist seine große Leidenschaft, und dabei verteilt er gern freundliche Nasenküsschen.

Wenn allerdings etwas nicht nach seiner Nase geht, kann sich die Stimmung schlagartig ändern. Dinge wie Pediküre gehören ganz klar nicht zu Sockes Lieblingsbeschäftigungen. Dann zeigt er kurz eine sehr andere Seite – fast wie Dr. Jekyll und Mister Hyde. Das Schöne an Socke: Er ist absolut nicht nachtragend. Kaum ist der Moment vorbei, ist er wieder ganz der Alte.

Groß, schlank und dunkelbraun, mit seinen auffälligen weißen „Socken“ an den Vorderbeinen, ist Socke ein echtes Erscheinungsbild – und nach kurzer Zeit wieder genau das, was viele an ihm lieben: ein echter Freund mit viel Charme.


Watson

Watson ist 2016 geboren und lebt seit 2019 bei uns auf dem Hof. Er ist neugierig, Neuem gegenüber aber zunächst eher misstrauisch. Dinge werden bei ihm erst einmal gründlich geprüft – manchmal vielleicht ein bisschen zu gründlich.

Abseits davon ist Watson eher gemütlich unterwegs und ein ruhiger Wanderpartner. Kleine Snacks zwischendurch gehören eindeutig zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Auf Fotos ist deshalb oft nur sein brauner Popo zu sehen – was ihm bei unseren Besucher:innen den liebevollen Spitznamen „Schokopopo“ eingebracht hat.

Watson ist klein, schlank und auf seine ganz eigene Art etwas ganz Besonderes – ein Alpaka mit viel Eigenwillen, Humor und Charakter.


Avalon

Avalon ist 2017 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof. Er ist groß, schlank und von einer angenehm ruhigen Art – cool, unkompliziert und dabei immer aufmerksam und vorsichtig.

Avalon liebt Kinder und geht mit fast jedem gern spazieren. Seine Gelassenheit gibt Sicherheit, ohne distanziert zu wirken. Was er allerdings gar nicht mag, ist Druck. Sobald man versucht, ihm etwas aufzuzwingen, zieht er sich zurück. Freiwilligkeit ist für Avalon entscheidend.

Auf Wanderungen genießt er das Unterwegssein auf seine ganz eigene Weise – am liebsten mit ausgiebigen Pausen zum Fressen, gern auch schon einmal im Liegen. Darüber hinaus übernimmt Avalon oft eine besondere Rolle in der Herde: Für Neuankömmlinge ist er eine Art ruhender Pol, fast wie ein Ziehvater, der Orientierung und Sicherheit gibt.


Fiona

Fiona ist 2017 geboren und lebt seit 2018 bei uns auf dem Hof. Meistens ist sie unkompliziert – aber hin und wieder zeigt sie sehr deutlich ihre innere „Prinzessin“. Klein, ein wenig propper und voller Ausdruck weiß Fiona genau, wie sie wirken kann.

Bei Wanderungen ist „Lady Fiona“ das einzige Mädchen unter den Alpakas – und das nutzt sie gern aus. Mal stolziert sie wie eine feine Dame vorneweg, mal ärgert sie die Jungs, rempelt sie an oder zwickt ihnen neckisch in den Popo. Ihre Rolle in der Gruppe lebt sie mit viel Selbstbewusstsein.

Doch Fiona ist nicht nur Lady: Regenwetter liebt sie besonders, denn nichts macht ihr mehr Freude, als sich genüsslich im Matsch zu wälzen. Nähe entsteht bei ihr nicht auf Kommando. Fiona mag Menschen, die wissen, was sie wollen, ihr aber trotzdem die Zeit lassen, selbst den ersten Schritt zu machen.

Gut zu erkennen ist sie an ihrem braunen Fleck am Hals – und an ihrer ganz eigenen Mischung aus Eleganz, Eigenwillen und Lebensfreude.


Summer

Summer ist 2016 geboren und lebt seit 2019 bei uns auf dem Hof. Sein voller Name lautet Summer Boy – und genau so wirkt er auch: freundlich, sanft und angenehm unaufgeregt.

Summer ist unkompliziert und eher zurückhaltend. Er gehört nicht zu den Draufgängern, ist aber auch keineswegs ängstlich. Neugierig geht er auf Menschen zu, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Nähe entsteht bei ihm leise und Schritt für Schritt – er ist nicht der Erste, der Nähe sucht, aber einer der Verlässlichsten.

Summer begegnet jedem Menschen offen und ohne Vorurteil. Solange man ihm nichts aufzwingen möchte, geht er mit einem sprichwörtlich durch dick und dünn. Als Suri-Alpaka mit seinen wunderschönen, langen Löckchen und seiner einzigartigen Frisur ist er nicht nur äußerlich etwas ganz Besonderes – sondern vor allem durch seine ruhige, verbindende Art.


Solano

Solano ist 2014 geboren und lebt seit 2020 bei uns auf dem Hof. Er ist groß, durchsetzungsfähig und weiß sehr genau, was er will – eine Präsenz, die Ruhe und Klarheit ausstrahlt.

Menschen gegenüber zeigt sich Solano zunächst schüchtern. Er braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen und aufzutauen. Wer ihm diesen Raum gibt, lernt eine andere Seite kennen: freundlich, gelassen und angenehm unkompliziert.

Solano mag Menschen, die keine Erwartungen an ihn herantragen und nicht sofort Nähe suchen. Wer ihn so nimmt, wie er ist, wird mit ehrlicher Begegnung belohnt – leise, respektvoll und auf Augenhöhe.


Sabu

Sabu ist 2014 geboren und lebt seit 2020 bei uns auf dem Hof. Er ist klein und zierlich und wirkt im ersten Moment etwas scheu.

Hinter dieser Zurückhaltung verbirgt sich jedoch ein neugieriger, sehr lieber und unkomplizierter kleiner Mann. Sabu geht gern mit Menschen wandern und zeigt dabei eine große Ruhe und Verlässlichkeit. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, ist aber aufmerksam dabei und genießt das gemeinsame Unterwegssein.

In der Herde ist Sabu anspruchslos und ausgeglichen. Bei Wanderungen kann man sich auf ihn verlassen – leise, stetig und mit einer sanften Präsenz, die vielen Menschen besonders gut tut.


Lysander

Lysander ist 2019 geboren und lebt seit 2020 bei uns auf dem Hof. Er ist neugierig, unerschrocken und fast immer vorne mit dabei – ein junger Alpaka-Charakter mit viel Selbstvertrauen.

Menschen mag Lysander sehr. Er kommt offen auf sie zu und verteilt gern schon einmal freundliche Nasenküsschen. Dabei ist er aufmerksam und zugewandt, ohne scheu zu wirken. Gegenüber den älteren Alpakas zeigt er manchmal eine freche Seite – jedoch stets auf eine charmante, humorvolle Art, die man ihm kaum übelnehmen kann.

Gut zu erkennen ist Lysander an seinem braunen Fleck an der linken Schulter, liebevoll auch „Sympathie-Punkt“ genannt. Ein kleines Zeichen für seine große Offenheit und sein sonniges Wesen.


Niko

Niko ist 2019 geboren und lebt seit 2020 bei uns auf dem Hof. Er ist ein sehr freundliches und eher zurückhaltendes Alpaka, das sich selten in den Vordergrund drängt.

Im Umgang mit Menschen zeigt sich Niko leise und aufmerksam. Bei Begegnungen bleibt er oft etwas im Hintergrund, liebt es aber, bei Wanderungen dabei zu sein und läuft dort zuverlässig und fleißig mit. Seine ruhige Art vermittelt Sicherheit – auch für Kinder, die ihn gut führen können.

Niko mag einfühlsame Menschen besonders gern. Er nähert sich vorsichtig, schnuppert neugierig an Hand oder Nase und zeigt dabei eine feine, respektvolle Form von Nähe.


Funny

Funny ist 2021 geboren und lebt seit 2022 bei uns auf dem Hof. Sein voller Name lautet For Fun – ein Name, der seine freundliche, leichte Art gut widerspiegelt.

Funny ist neugierig, bleibt dabei aber meist im Hintergrund. Er fällt nicht durch Lautstärke oder Drängen auf, sondern durch seine Ausgeglichenheit und sein feines Gespür für Stimmungen. Besonders Menschen, die Ruhe ausstrahlen, fühlt er sich verbunden und geht von sich aus vorsichtig auf sie zu.

Nähe entsteht bei ihm auf besondere Weise: durch Aufmerksamkeit, Geduld und kleine, freundliche Nasenküsschen, die er gern verteilt. Seine Art ist leise, respektvoll und genau deshalb so besonders.


Lucky

Lucky ist 2021 geboren und lebt seit 2022 bei uns auf dem Hof. Er ist klein, ruhig und von einer bemerkenswerten Ausgeglichenheit. Freundlich und gelassen bewegt er sich durch den Alltag und bringt viel Ruhe in sein Umfeld.

Handling aller Art, Spaziergänge und notwendige Pflegemaßnahmen macht Lucky entspannt und zuverlässig mit. Er drängt sich nie in den Vordergrund, sondern ist ein Alpaka für die leisen Momente. Besonders wohl fühlt er sich bei ruhigen, ausgeglichenen Menschen. Auch sehr kleine Kinder können problemlos mit ihm spazieren gehen – vorausgesetzt, sie begegnen ihm achtsam und respektvoll.

Lucky ist der ruhende Pol an Tonis Seite. Mit seiner sanften Art gleicht er dessen manchmal überschwängliches Wesen wunderbar aus.


Toni

Toni ist 2021 geboren und lebt seit 2022 bei uns auf dem Hof. Er ist quirlig, neugierig und liebt es, im Mittelpunkt zu stehen – ganz ähnlich wie Socke. Als Toni in die Herde kam, war er fest davon überzeugt, hier der Chef zu sein. Dass dem nicht so ist, wurde schnell geklärt, und Toni hat sich anschließend sehr gut eingefügt.

Neue Menschen findet Toni ausgesprochen spannend und geht am liebsten sofort auf sie zu. Im Gegensatz zu den meisten Alpakas genießt er körperliche Nähe sehr: kräftiges Schubbern am Rücken liebt er, Küsschen hingegen eher weniger. Wenn es nach ihm geht, lehnt er sich regelrecht in die Hand und fordert mehr Aufmerksamkeit ein.

Wie bei Socke gilt jedoch auch bei Toni: Solange alles nach seinem Kopf läuft, ist die Welt in Ordnung. Steht Nagelpflege an, kann aus dem charmanten Entertainer schnell ein kleiner Springbock werden.

Toni und Lucky teilen ein Schicksal und sind unzertrennliche Freunde. Sie passen aufeinander auf und ergänzen sich auf besondere Weise – zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die gemeinsam ein starkes Team bilden.


Sir Henry

Sir Henry ist 2020 geboren und lebt seit 2023 bei uns auf dem Hof. Seine Geschichte ist eine besondere – und sie hätte auch ganz anders enden können.
Im Jahr 2022 verletzte sich Henry bei seinem Vorbesitzer schwer. Wegen dieser Verletzung stand er vor einer Entscheidung, die kein Tier treffen können sollte: Vermittlung oder Einschläferung. Als wir von ihm erfuhren, war für uns klar, dass wir helfen möchten. Zu diesem Zeitpunkt war nicht genau bekannt, welche Verletzung er hatte. Sichtbar war nur, dass er auf der Hinterhand instabil war und immer wieder wegknickte.
Anfang 2023 fuhren wir mit Henry in die Tierklinik. Obwohl er zuvor noch nie woanders gewesen war, kein Halfter kannte, nicht geführt wurde und auch keinen Anhänger kannte, ging er völlig vertrauensvoll und ohne Zögern jeden Schritt mit uns. Die Untersuchung brachte schließlich Gewissheit: Sämtliche Bänder im linken hinteren Kniegelenk waren gerissen. Henry konnte nur noch durch reine Willens- und Muskelkraft stehen und laufen. Dass er dabei unter starken Schmerzen gelitten haben musste, war kaum vorstellbar – und doch hatte er sich sein sonniges, liebevolles Wesen bewahrt.
Es gab nur zwei Optionen: eine sofortige Einschläferung, um weiteres Leid zu verhindern, oder eine aufwändige Operation mit dem Einsetzen künstlicher Bänder. Die Prognose war aufgrund der bereits vergangenen Zeit schlecht. Es folgte eine schwere Entscheidungsphase. Am Ende war es Henry selbst, der uns zeigte, dass er leben wollte. Wir entschieden uns für die Operation.
Die OP im Frühling 2023 wurde von vielen wunderbaren Menschen unterstützt und verlief problemlos. Auch die kritische Heilungs- und Ruhephase danach meisterte Henry mit einer Geduld und Ruhe, die uns tief beeindruckt hat. Sechs Wochen lebte er separiert in einer Box mit wenig Bewegungsspielraum, damit die Implantate stabil abheilen konnten. Anschließend begann die Rehaphase mit täglichen kurzen Spaziergängen, vorsichtiger Gymnastizierung und kleinen Weidegängen.
Eines Tages im Mai nahm Henry sein Leben dann selbst in die Hand: Mit einem beherzten Sprung über den Zaun verschaffte er sich die Freiheit – und den Anschluss an die Herde. Seitdem lebt er zufrieden und stabil mit den anderen Alpakas zusammen, tobt über die Weide, genießt Sandbäder und begrüßt Besucher mit seiner freundlichen, offenen Art.
Sir Henry ist für uns ein Sinnbild für Vertrauen, Lebenswillen und die Kraft, die entsteht, wenn man gesehen wird.


Kirk

Kirk ist 2022 geboren und seit November 2023 Teil unserer Herde. Er ist der jüngere Bruder von Toni – und das spürt man sofort. Beide sind hochbeinig, neugierig, unglaublich charmant und tragen ein wunderbar weiches Vlies.

Kirk bringt eine besonders feinfühlige Seite mit. Neue Situationen können ihn noch verunsichern, und wenn ihm etwas zu viel wird, zieht er sich lieber zurück. Er braucht Menschen, die genau hinsehen, ihm Zeit lassen und seine Grenzen respektieren. Mit der Unterstützung seiner Herde und etwas Geduld findet Kirk jedoch schnell wieder in seine Ruhe zurück.

Er liebt die Nähe zu Menschen, besonders zu Kindern, und ist mit großer Begeisterung bei unseren Wanderungen dabei. Dann zeigt sich seine lebhafte, verspielte Art: voller Entdeckerlust, aufmerksam und immer interessiert an seiner Umgebung. Kirk ist ein kleiner Abenteurer mit viel Gefühl – offen, herzlich und zutiefst berührend in seiner Art.