Mitbewohner:innen dieses Ortes
Wir verstehen uns als Lebenshof.
Das Wohlergehen der tierischen Hofbewohner:innen hat bei uns höchste Priorität.
Die Tiere auf Hof Birkenkamp leben hier nicht für einen Zweck.
Sie leben hier, weil sie hier ihr Zuhause gefunden haben.
Viele von ihnen sind älter oder kommen aus früheren Nutzungskontexten.
Andere haben über Umwege, Zufälle oder durch Rettung zu uns gefunden.
Alle dürfen bei uns ihr Leben in Ruhe, Würde und Sicherheit bis zu ihrem natürlichen Lebensende verbringen.
Jede*r von ihnen ist ein Individuum –
mit eigener Geschichte, eigenem Charakter, eigenen Bedürfnissen und eigenen Grenzen.
Sie werden gesehen, gehört und ernst genommen – nicht als Gruppe, nicht als „Bestand“, sondern als Persönlichkeiten.
Leben auf Augenhöhe
Auf Hof Birkenkamp steht nicht die Nutzung im Mittelpunkt, sondern die Beziehung.
Wir begegnen unseren tierischen Mitbewohner:innen mit Respekt, Zeit und Achtsamkeit.
Nähe ist kein Anspruch.
Kontakt entsteht freiwillig.
Begegnung geschieht dort, wo Vertrauen wachsen darf.
Nicht jedes Tier sucht Nähe zum Menschen – und nicht jede Begegnung ist sichtbar.
Beides ist gleich wertvoll.
Ein Ort, der Verantwortung trägt
Ein Lebenshof bedeutet Verantwortung – jeden Tag, ein Leben lang.
Für Pflege, medizinische Versorgung, altersgerechte Begleitung und Schutz.
Diese Verantwortung endet nicht an schönen Tagen
und sie richtet sich nicht nach Veranstaltungen oder Erwartungen.
Unsere Entscheidungen orientieren sich am Wohl der Tiere –
auch dann, wenn das bedeutet, etwas nicht anzubieten oder Grenzen zu setzen.
Begegnung statt Kulisse
Die Tiere auf unserem Hof sind keine Kulisse und kein pädagogisches Werkzeug.
Sie sind Mitbewohner:innen dieses Ortes.
Begegnung entsteht hier nicht durch Anfassen oder Vorführen,
sondern durch Beobachten, Innehalten und echtes Interesse.
Unsere Tiere entscheiden selbst, ob und wie sie in Kontakt gehen. Manche sind neugierig und offen, andere zurückhaltend oder wachsam. Alle Reaktionen sind richtig.
Deshalb ist Hof Birkenkamp kein Streichelzoo und kein Erlebnispark.
Wir begleiten jede Begegnung achtsam und erklären, warum Rücksicht, leise Beobachtung und klare Grenzen für das Wohl unserer Tiere essenziell sind.
Wer hier lebt
Auf Hof Birkenkamp leben verschiedene Tierarten in stabilen sozialen Gruppen, angepasst an ihre jeweiligen Bedürfnisse:
- Alpakas, sensibel, aufmerksam und fein in ihrer Kommunikation
- Kühe, mit starken sozialen Bindungen und klaren Persönlichkeiten
- Pferde, wachsam, intelligent und sehr feinfühlig
- Schafe, ruhig, gemeinschaftlich und aufmerksam
- Hühner, neugierig, sozial und voller Eigenheiten
- Katzen, die sich ihren Platz selbst wählen
Jedes Tier trägt einen eigenen Namen. Jede Persönlichkeit bereichert diesen Ort auf ihre ganz eigene Weise.
Unser Versprechen
Wir treffen Entscheidungen immer im Sinne der Tiere – auch dann, wenn das bedeutet, Erwartungen zu enttäuschen oder Möglichkeiten bewusst nicht anzubieten.
Unsere Arbeit basiert auf Respekt, Fachwissen, Verantwortung und dem klaren Bewusstsein, dass Vertrauen nicht eingefordert werden kann, sondern wächst.
Verbunden bleiben
Manche Menschen möchten über einen Besuch hinaus verbunden bleiben – mit einem bestimmten Tier oder mit dem Lebenshof insgesamt.
Tierpatenschaften sind eine Möglichkeit, diese Verbundenheit auszudrücken und unsere Arbeit langfristig zu unterstützen, ohne Besitz oder Anspruch.
Patenschaften helfen dabei, die laufenden Kosten für Futter, Pflege und tierärztliche Versorgung mitzutragen.
Futterspenden anstelle eines monetären Betrages helfen am meisten, denn Futter kommt direkt bei den einzelnen tierischen Persönlichkeiten an.
Als Dankeschön erhalten Pat:innen eine Patenschaftsurkunde
und einmal im Jahr Post mit Neuigkeiten und einem aktuellen Foto ihres „Patenkindes“.
Wir laden euch ein, unsere tierischen Hofbewohner:innen kennenzulernen.
Achtsam. Respektvoll. Ohne Erwartungen.
So, wie sie sind.
Und so, wie Begegnung gemeint ist:
auf Augenhöhe.
Begegnung endet hier nicht am Hoftor.
Sie wirkt weiter – leise, ehrlich und nachhaltig.
