Der Lebenshof Birkenkamp

Mathilda und ihre Herde auf der Weide des Lebenshofs Birkenkamp

Hof Birkenkamp ist ein Lebenshof.
Das bedeutet: Die Tiere, die hier leben, haben keinen Zweck zu erfüllen.
Sie werden nicht genutzt, nicht bewertet, nicht ersetzt.

Sie leben hier, weil sie hier sein dürfen.

Ein Lebenshof ist kein Konzept aus dem Lehrbuch,
sondern eine tägliche Entscheidung –
für Verantwortung, für Beziehung und für Achtsamkeit.


Leben statt Funktion

Viele der Tiere, die heute auf Hof Birkenkamp leben, haben bereits ein Leben hinter sich.
Ein Leben, in dem sie funktionieren mussten, bewertet wurden oder keine Wahl hatten.

Hier beginnt ein anderer Abschnitt.

Unsere tierischen Hofbewohner:innen sind Individuen.
Mit eigenen Bedürfnissen, Grenzen, Vorlieben und Eigenheiten.
Nicht jeden Tag gleich. Nicht immer zugänglich. Und genau deshalb wertvoll.


Alltag auf einem Lebenshof

Das Leben auf einem Lebenshof ist ruhig – aber nicht romantisch.
Es besteht aus Versorgung, Beobachtung, Pflege, Entscheidungen und auch aus Abschieden.

Nicht alles ist jederzeit sichtbar.
Nicht alles ist für alle zugänglich.

Und nicht jeder Tag eignet sich für Begegnung.

Diese Ehrlichkeit ist Teil unserer Haltung.


Begegnung braucht Respekt

Wenn Menschen unseren Hof besuchen, geschieht das immer im Bewusstsein,
dass sie einen Lebensraum betreten – keinen Erlebnisort.

Begegnung entsteht dort, wo Grenzen geachtet werden.
Wo Tiere entscheiden dürfen, ob sie Nähe möchten oder nicht.
Und wo Menschen bereit sind, sich darauf einzulassen.


Unsere Verantwortung

Als Lebenshof tragen wir Verantwortung – nicht nur für die Tiere,
sondern auch für die Art, wie wir diesen Ort öffnen.

Wir entscheiden bewusst:

  • wann Begegnung möglich ist
  • in welchem Rahmen sie stattfindet
  • und wo Rückzug wichtiger ist als Präsenz

Diese Entscheidungen treffen wir nicht aus Bequemlichkeit,
sondern aus Respekt.


Ein Ort, der wächst

Hof Birkenkamp ist kein fertiges Konzept.
Er ist ein lebendiger Ort, der sich verändert –
mit den Tieren, mit den Menschen, mit den Jahreszeiten.

Was bleibt, ist die Haltung:

  • Leben achten
  • Beziehung zulassen
  • Verantwortung tragen